Spiel mir das Lied vom Tod

Allgemeines zu Spiel mir das Lied vom Tod

Der Western "Spiel mir das Lied vom Tod" beziehungsweise im Originaltitel "Once upon a time in the West" ist ein italienisch-amerikanischer Filmklassiker aus dem Jahre 1968. Inszeniert wurde der 159 Minuten lange Film von Sergio Leone, der nach dem Abschluss seiner Dollar-Trilogie mit "Zwei glorreiche Halunken" eigentlich keine Italo-Western mehr drehen wollte. Vielmehr hatte sich Leone zum Ziel gesetzt, das Gangster-Epos "Es war einmal in Amerika" in Szene zu setzen. Doch aufgrund des mangelnden Interesse der Geldgeber konnte er dieses Projekt nicht in die Realität umsetzen und entschloss sich, doch noch einmal einen Italo-Western zu drehen. Leone wolllte weiterhin mit den United Artists zusammenarbeiten, doch da der Regiesseur auf Charles Bronson als Besetzung für die Hauptrolle bestand, sprang das Filunternehmen ab. Leone fand in Paramount Pictures einen neuen Partner, der ihm auch ein erheblich erhöhtes Budget zur Verfügung stellten. So wurde "Spiel mir das Lied vom Tod" gleichzeitig zur ersten US-Produktion von Sergio Leone.

Die Gestaltung von Spiel mir das Lied vom Tod

Sergio Leone entwickelte die opernhafte Geschichte des Western in Kooperation mit Dario Argento und Bernardo Bertolucci. Das fertige Drehbuch schrieb der Regiesseur zusammen mit Serio Donati, Mickey Knox übersetze dieses schließlich ins Englische. Sergio Leone wurde von Seiten der Produktionsfirma gezwungen, die Hauptrolle des Mundharmonikaspielers mit einem großen Hollywood-Star zu besetzen. Der eigenwillige Drehbuchautor bestand allerdings darauf, diese zentrale Rolle mit Charles Bronson zu besetzen, der zwar eine bekannte Größe war, aber zuvor lediglich in Nebenrollen zu brillieren wusste.

Die Handlung von Spiel mir das Lied vom Tod

An einem verlassenen Bahnhof warten drei Männer auf einen ankommenden Zug. Aus diesem entsteigt ein mysteriöser Mundharmonikaspieler, den die drei Männer versuchen zu erschießen. Der mysteriöse Fremde zieht allerdings schneller und ermordet die wartenden Gangster. Während der Vorbereitungen zu seiner zweiten Hochzeit wird die Familie des Famers McBain von einer Bande um den Killer Frank umgebracht. Die schockierte Jill McBain reist aus New Orleans an und verbringt die nächsten Tage auf der leeren Farm ihres Mannes. In einer Gasthaus trifft sie auf den aus dem Gefängnis geflohener Cheyenne, der sich prompt eine Auseinandersetzung mit dem ebenfalls anwesenden Mundharmonikaspieler liefert. Letzlich beschützen aber beiden die Witwe McBain vor den Killern um Frank, die für den todkrankenden Eisenbahnunternehmer Morton arbeiten. Dieser benötigt das Land, auf dem die Farm steht, zum Ausbau seines Schiennetzes bis zum Pazifik. Der Mundharmonikaspieler hat mit Frank noch einer persönliche Rechnung offen. Nachdem Morton bei einem von Cheyenne geplanten Zugüberfall stirbt, fordert der Mundharmonikaspieler Frank zum finalen Duell auf. Und wiederrum zieht der geheimnisvolle Fremde schneller als sein Gegenüber. Dieser enttarnt sich nun und gibt zu, der Bruder des Jungen zu sein, den Frank vor Jahren auf sadistische Weise getötet hat. Cheyenne und der Mundharmonikaspieler reiten in die Prärie hinaus, in der finalen Szene verstirbt Cheyenne an den Verletzungen aus dem Zugüberfall.