In der Hitze der Nacht

In der Hitze der Nacht wurde 1967 unter der Regie von Norman Jewison nach dem gleichnamigen Roman von John Ball gedreht. Der Film erregte damals großes Aufsehen, da er außer solider Krimiunterhaltung auch noch ein Plädoyer gegen den Rassismus bietet. In der Hitze der Nacht wurde 1968 für sieben Oscars nominiert und erhielt fünf der Auszeichnungen, darunter auch für den besten Film.

Die Handlung in der Hitze der Nacht

In der kleinen Stadt Sparta im Süden der USA ist ein reicher weißer Mann ermordet worden. Virgil Tibbs - gespielt von Sidney Poitier, Polizist aus dem Norden und nur zur Durchreise in der Stadt, wird daraufhin allein seiner schwarzen Hautfarbe wegen auf dem Bahnhof verhaftet. Ohne hinreichenden Verdacht oder eine Befragung wird Tibbs dem Polizeichef Gillespie - Rod Steiger - als Täter vorgeführt. Der Polizeichef und seine Leute machen aus ihren Vorurteilen gegenüber dem Afroamerikaner aus dem Norden keinen Hehl. Nach Feststellung seiner Identität und einem Anruf bei Tibbs Vorgesetztem, bei dem der eine Zusammenarbeit von Tibbs und Gillespie vorschlägt, arbeiten beide Männer nur widerwillig gemeinsam an der Aufklärung des Mordes. Tibbs, der in Philadelphia in der Mordkommission arbeitet, ist dabei seinem Kollegen aus der Provinz methodisch weit überlegen. Aber auch er lässt sich von seiner Arroganz und seinen Vorurteilen gegen die weißen Südstaatler bei seiner Arbeit leiten und verdächtigt von vorn herein einen weißen Baumwollfarmer. Im Laufe der Ermittlungen überwinden die beiden Männer jedoch ihr Misstrauen und ihre Vorbehalte. Gillespie ist beeindruckt von Tibbs professioneller Arbeit und verliert langsam sein vorgefasstes Bild von dem schwarzen Yankee-Polizisten. Schließlich verteidigt er ihn sogar gegen eine rassistische Schlägerbande aus Sparta und macht sich dadurch bei seinen Landsleuten nicht besonders beliebt. Die Männer erkennen, dass sie gemeinsam besser und schneller ermitteln können und schließlich gelingt es ihnen das Rätsel zu lösen und den Mörder zu fassen. Nach Abschluss der Ermittlungen bringt Gillespie Tibbs zum Bahnhof und in der Verabschiedung der Männer ist deutlich das veränderte Verhältnis der Beiden zueinander zu spüren. Diese zwei so unterschiedlichen Polizisten, die niemals Freunde sein könnte, haben während der gemeinsamen Arbeit gelernt, Achtung und Respekt vor dem anderen zu haben.

Das Fazit

In der Hitze der Nacht ist nicht nur ein Krimi mit einer spannenden, aber eher unaufgeregt erzählten Mördersuche. Der Film lebt besonders durch den Konflikt der beiden Polizisten mit dem anderen und auch mit sich selbst, verstärkt durch die schwüle Atmosphäre der Südstaatenkleinstadt. Sidney Poitier und Rod Steiger glänzen mit ihrer Darstellung, die Entwicklung der Hauptfiguren während des Film ist überaus glaubhaft. Rod Steiger wurde für seine Rolle als Polizeichef William Gillespie in In der Hitze der Nacht 1968 völlig zu Recht mit dem Oscar für die beste Hauptrolle ausgezeichnet.