Der grosse Diktator

Entstehung, Hintergrund von der grosse Diktator

Der Grosse Diktator war 1940 Charlie Chaplins erster Tonfilm und seine Rache "an dem Kerl, der meinen Schnurrbart geklaut hat." Chaplin sagte später, wenn ihm die Entrechtung der Juden in vollem Umfang bekannt gewesen wäre, hätte es den Film niemals gegeben.

Charly Chaplin war ein leidenschaftlicher Anhänger des Stummfilms, und er hatte sich jahrelang geweigert, Tonfilme zu produzieren. Im "Grossen Diktator" übernahm Chaplin viele Elemente aus seinen früheren Meisterwerken "Modern Times" und "Goldrausch". Wieder einmal ist der Tramp, der mit den Widrigkeiten der menschlichen Gesellschaft zu kämpfen hat, der Held des Films. Stilmittel Chaplins sind auch im "Grossen Diktator" Pantomime und Slapstick. Wenn Anton Hynckel, der grosse Diktator von Tomania seine Reden herunterbrüllt, biegen sich die Mikrofone, und natürlich muss Hynckel beim Staatsbesuch des Diktatorkollegen Benzino Napoloni aus "Bakteria" auf einem höheren Stuhl sitzen.

Chaplin spielt in diesem Film eine Doppelrolle. Er stellt einen kleinen jüdischen Friseur dar, der Anton Hynckel, dem allmächtigen Diktator des Tomanischen Reiches aufs Haar gleicht.

Handlung in der grosse Diktator

Die Geschichte beginnt im Jahr 1918. Das einstmalig mächtige Tomanische Reich ist fast besiegt, doch noch gibt es die Superkanone "Dicke Bertha", die Charlie der Tramp laden soll. Dabei gibt es natürlich Widrigkeiten, und die Kanone entwickelt ein beängstigendes Eigenleben. Im Nebel gerät er prompt noch in einen englischen Stosstrupp, und der abenteuerliche Flug mit dem Offizier Schulz endet mit einer Bruchlandung, wobei die beiden noch erfahren, dass Tomania den Krieg verloren hat. Der jüdische Friseur hat das Gedächtnis verloren und muss mehrere Jahre in einem Sanatorium verbringen, ehe er wieder entlassen wird. Inzwischen hat aber Anton Hynckel die Macht übernommen, er ist der "grosse Diktator" der bei seiner Antijudenpolitik von dem perfiden Dr. Garbitsch (Goebbels) und dem fetten Marschall Hering (Göring) beraten wird. Davon ahnt der Friseur aber nichts und geht ganz ahnungslos seiner Arbeit nach. Inzwischen bereitet sich Anton Hynckel auf den Besuch von Benzino Napoloni (Mussolini) aus Bakteria vor, der mit "Mama" und Schwiegersohn ( Ciano) eintrudelt. Die beiden benehmen sich wie prahlende spielende Kinder, wobei es Hynckel nicht so recht gelingt, den Diktatorkollegen zu übertrumpfen. Da bekommt die Nomenklatura des Faschismus so richtig ihr Fett weg, wobei einiges wirklich erstaunlich ist. So hat Anton Hynckel ein Techtelmechtel mit seiner Sekretärin, und eine der besten Szenen im ganzen Film ist zweifellos sein skurriler Tanz mit einem Ballon, der der Weltkugel gleicht.

Hynckel plant neue Unterdrückungsgesetze gegen die Juden. Die Freundin des Friseurs und ihr Vater sehen nur in der Emigration nach "Austerrich" die einzige Chance. Währenddessen gelingt dem Protagonisten gemeinsam mit seinem ehemaligen Kameraden Schulz die Flucht. Der Zufall kommt den beiden zu Hilfe, und auf der Entenjagd wird Hynckel irrtümlich mit dem Friseur verwechselt und verhaftet, während man diesen für den Diktator hält und zur Rednertribüne geleitet, wo er die neuen Judengesetze mit einer Rede ankündigen soll. Der Friseur hält darauf eine Rede, die ein grosses Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit ist, und damit endet der Film.

Nachwirkungen des Films

"Der grosse Diktator" machte Chaplin nicht nur bei den Nazis unbeliebt. Die erzstockkonservativen Studiobosse fühlten sich offenbar angesprochen, und in der Mccarthy Ära musste Chaplin schliesslich die USA verlassen.